Werben mit Google

Nach dem Abrufen von E-Mails ist die Online-Suche die zweithäufig genutzte Online-Funktion. Und der Begriff ´googeln´ verrät es schon, die Online-Suche läuft fast nur noch über Google, andere Anbieter sind Randfiguren. Deshalb macht es Sinn, diese Suchmaschine mit ihren zahlreichen Tools auch zum eigenen Vorteil, wie z.B. für Werbung und Marketing zu nutzen.

Anzeigen mit Google Adwords

Fast schon ein Klassiker, die Auktionswerbung über Google Adwords. Hier zahlen Sie für Ihre Werbungen keinen fixen monatlichen Betrag, sondern pro Klick der Google-Nutzer auf die Anzeige. Dieser CPC (Cost per Click) Dieser ist variabel und ein Auktionspreis,je nachdem was die Mitbewerber für diesen Begriff zahlen. Die Platzierung in den Google-Ergebnissen ist davon abhängig, welchen Preis Sie pro Klick investieren. Für jedes einzelne Keyword (Suchphrase)ein Maximal-CPC-Gebot eintragen und auch jederzeit ändern. Wer zu wenig bietet wird evtl. überhaupt nicht ausgespielt. Die ersten 3 Plätze sind Anzeigen, nur was auf der ersten Seite ist, ist relevant und wird wahrgenommen, eigentlich sind die ersten 5 Plätze gut. Google hilft mit Schätzungen, welche Gebotshöhe erfolgreich sein könnte, man kann Google auch selbständig entscheiden lassen. Jedoch ist es immer sinnvoll einen Kostenrahmen vorzugeben, sonst sind böse Überraschungen vorprogrammiert. Aber: Google richtet sich bei der Anzeigenplatzierung aber nicht nur nach den CPC-Geboten, sondern auch nach den Erfolgsaussichten bzw. Passgenauigkeit der Anzeigen. Wichtig ist die Relavanz der Suchergebnisse, d.h. hier wird mit dem Qualitätsfaktor, den Google vergibt berücksichtigt, wie genau die Zielseiten zum Such-Keyword passen. Ein großer naturgegebener Vorteil ist aber, dass alle die Ihre Anzeigen sehen, schon aktiv auf der Suche sind, da sie das Keyword eingegeben haben. Mit Google Adwords haben Sie von daher keine Streuverluste, wie bei Zeitungs- oder Displayanzeigen.

Gute Google Adwords Anzeigen erstellen

  • Adwordskonto anlegen
  • Kampagnentyp auswählen, Such- und Displaynetzwerk trennen
  • Kampagnen sinnvoll strukturieren, unterschiedliche Produkte oder Ziele sollten in einzelnen Kampagnen aufgeteilt werden
  • Standort festlegen
  • Budget bestimmen
  • Keyword-Analyse machen (long tail und short tail) am besten mit dem Google Keyword Planner
  • Keywordstrategie weitgehend passend, passende Wortgruppe oder exact Match und auch ausschließendes Keyword festlegen
  • Gebotseinstellung manuell oder automatisch festlegen
  • Ziel der Anzeige festlegen (Branding, Leads oder Sale) und passende Ziel-URL mit kundenorientiertem gutem Content
  • Anzeige texten mit Keywords und guter Überschrift
  • Nutzen Sie Anzeigenerweiterungen d.h. Zusatzinformationen, wie Standort, Rufnummer, Sitelinks, Bewertungen usw. Dadurch haben die Nutzer einen Mehrwert und die Anzeige erscheint größer und hebt sich in den Suchergebnissen deutlich ab
  • Evtl. AB-Testkampagnen
  • Regelmäßig Anzeigen und Keywords kontrollieren aufgrund der Zugriffsdaten
  • Conversion-Tracking kontrollieren mit Cookies auf dem Computer des Nutzers. Dadurch kann man exakt nachverfolgen, welche Keywords zu Geschäftsabschlüssen, Anfragen etc. haben und bei welchen die Besucher die Webseite ohne Aktion wieder verlassen haben
  • Wichtige Begriffe CPC, CTR, AI, CR
  • Regelmäßig Kampagnen, Keywords und Anzeigen aufgrund der Analysedaten optimieren
  • Google Analytics zur weiteren Analyse nutzen um z.B. Infos über Zielgruppe, Nutzungszeiten oder regionale Daten zu bekommen

Google Display Netzwerk

Das Display Netzwerk besteht aus Millionen von Websites unterschiedlichster Größe und Ausprägung und lässt sich in 2 Kategorien aufteilen: Services und Programme von Google selbst z.B.  YouTube, Google Mail und DoubleClick,  AdExchange sowie Partnerwebsites. Die Partnerwebsites sind Portale und Websites oder spezielle Themeseiten. Alle diese Seiten z.B. große wie Amazon, Heise, Spiegel Online oder auch kleine Nischen-Websites nehmen am ´Adsense-Programm´teil und lassen auf ihren Seiten Werbung von Google einspielen. Es bietet so viel zusätzliches Potenzial an möglichen neuen Besuchern und Kunden, die man ohne das Display-Netzwerk nicht erreicht hätten. Und: im Vergleich zu herkömmlichen Banner-Anzeigen sind diese schnell erstellt und geschaltet. Hier ist der Nutzer im Gegensatz zu den Adwords-Anzeigen aber nicht direkt auf der Suche, es können aber gut neue Zielpersonen erreicht werden. Diese Anzeigen eignen sich, um Bewusstsein zu schaffen (Awareness), für Markenbildung (Branding), und um die Reichweite zu erhöhen (Reach).

Gute Google Display Anzeigen schalten

  • im Adwpords Konto Display Kampagne anlegen
  • Standort und Umkreis der Ausspielung festlegen
  • Budget festlegen
  • Ziel und Zielseite festlegen (z.B. extra Aktions-Landingpage erstellen)
  • Themen auswählen wo sich die Zielgruppe aufhalten könnte (z.B. Weintrinker sind Genussmenschen)
  • 3 Keywords festlegen
  • Anzeigenformate auswählen
  • Targeting auswählen z.B. Placement-Targeting, kontextuelles Targeting, keywordbezogen oder themenbezogen, interessenbezogen
  • Call-to-Action Button muss in jede Anzeigen, auch bei Sales
  • Bei Bedarf Remarketing-Kampagne planen (wiederholtes Ausspielen beim Interessenten, auch wenn derjenige die Seite schon verlassen hat, kann aber auch nerven!
  • Preis pro Klick oder 1000 Impressions festlegen
  • Auch hier regelmäßig kontrollieren und auswerten
  • Evtl. AB-Testkampagnen
  • Anzeigen anpassen

Google My Business

Dieser Dienst ist der Nachfolger von Google Places und ist eine Art Online-Branchendienst. Er ist mit Google Maps und anderen Google Diensten verbunden und meist wird für Unternehmen aufgrund dieser Daten und Einträgen in Online-Branchenverzeichnissen wie z.B. ´das Telefonbuch´automatisch ein entsprechendes Google My Business Profil hinterlegt. Der Google My Business Eintrag erscheint bei passenden Suchanfragen (auch mobil) separat auf der rechten Seite und ist mit Google Maps verknüpft. Diese Präsenz sollte nicht verschenkt werden. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist, dass Suchanfragen immer mehr mobil und regional ablaufen, das bietet ein enormes Potential wenn Anbeiter gut regional zugeordnet werden können.

So geht Google My Business

  • Googeln Sie nach Ihrem Firmennamen, meist ist schon ein automatisch erstellter Eintrag hinterlegt
  • Oder neuen Eintrag anlegen falls keine Daten vorhanden sind
  • Eintrag anklicken ´mein Unternehmen´ und PIN-Nummer anfordern
  • Erst nach PIN-Bestätigung können weitere Firmandaten wie Telefonnr., E-Mail, Firmen-Website etc. und Beschreibungen hinterlegt werden
  • Aussagekräftige Unternehmensbeschreibung mit Tätigkeiten hinterlegen (Keywords integrieren)
  • Titel- und Profilbilder hinterlegen entsprechend der CI-Richtlinien
  • Regelmäßig Unternehmensnews, Angebote, Beiträge etc. einstellen

Google Plus

Das soziale Netzwerk von Google wurde als Konkurrenz zu Facebook gegründet.

Google Shopping

E-Commerce-Händler können damit die Daten aus ihren jeweiligen Online-Shops bei Google automatisiert hochladen. Die Ausspielung der Produktangebote funktioniert ähnlich wie bei Google Adwords und auch über ein solches Konto. Der Vorteil ist, dass ein Kunde bei seiner Suche sofort ein komplettes Produktangebot mit Beschreibung, Preis und Bild sieht. Und natürlich zahlt der Inserent auch hier nur, wenn der Kunde auf diese Angebote klickt. Ein weiterer Vorteil ist, dass dieses System noch nicht so oft genutzt wird und man als Verkäufer beste Sichtbarkeit durch die prominente Darstellung mit Bild erhält.

Meine  Meinung

Google Anzeigen (Display und Adwords) können nützliche Tools sein, um für ein Produkt/Marke neue Kundenkreise zu erschließen. Jedoch sollte es gezielt eingesetzt werden. Bei Adwords sind die long tail Suchbegriffe nicht zu unterschätzen, da diese oft noch sehr günstig sind aber auch sehr zielführend, gerade im Sale-Bereich. Die Display-Werbung ist eine gute Methode, um Sachen bekannt zu machen v.a. Branding und Lead sind hier gut. Im Vergleich zur normalen Banner-Werbung könnten Kampagnen hier sehr schnell umgesetzt werden, ohne großen Aufwand in Gestaltung und Platzierung. Ganz wichtig ist es, die kostenlosen Möglichkeiten mit Google zu nutzen. Die Suchmaschinenoptimierung wird immer nutzerorientierter und semantischer. Hier ist es wichtig, gleich bei der Websitekonzeption und beim Texten, die Keywordstrategie als Grundlage zu nehmen. Und achten Sie darauf, dass die Einträge in den Google Diensten wie Google Places korrekt hinterlegt und aktuell sind.

Tipps

Tools

WDF-IDF Tool
http://www.wdfidf-tool.com/

Google Keyword Planner
https://adwords.google.com/KeywordPlanner

https://trends.google.de/trends/